Aug
10
2010
sm
Heute bin ich mit der Bahn von Hamburg nach Köln gefahren. In Köln habe ich ein Taxi genommen. Als ich einstieg und das Fahrtziel nannte, nahm der Taxifahrer sein Handy vom Ohr und sagte in etwa: “Nur Katastrophen heute…” Ich nahm an, er meinte sein Telefonat. Als er weiterredete, merkte ich, dass er von meinem Fahrtziel sprach. Er fragte mehrfach, ob ich nicht doch lieber zum Flughafen wollte. Der Flughafen lohnt sich richtig.
Es ging ihm gleich besser, als er erkannte, dass er das Fahrtziel um rund 400 Hausnummern missverstanden hatte. Vielleicht lag es daran, dass er Russe war. Zumindest hatte er einen Akzent, sprach davon, dass er im Kommunismus gelebt und in Moskau gearbeitet hatte und jetzt die Vorzüge des Westens genieße. Trotzdem hatte er eine eher negative Sichtweise auf die Welt. Während der rund 20minütigen Fahrt sprach er vor allem über das, was ihn in der Gesellschaft störe.
Dann zitierte er Tolstoi und ich musste passen. Das brachte mir skeptische Blicke ein. Er griff zu dem Buch, dass auf der Ablage lag und hielt es mir vor die Nase. Tolstoi. Auf Russisch. Wie konnte ich noch nie Tolstoi gelesen haben? Zum Glück war die Fahrt zu Ende, sonst hätte ich meinem inneren Drang nachgeben und ihm erklären müssen, wie ich trotz offenkundiger Bildungsschwächen bisher überleben konnte.
Auf der Rückfahrt traf ich im Zug einen jungen Mann und habe mich mit ihm unterhalten. Er kam von einem Vorstellungsgespräch, was mich überrascht hat. Er war ordentlich gekleidet, aber ich hätte zu diesem Anlass nicht zitronengelb getragen. Auf meine Frage, wie es gelaufen ist, zeigte er sich selbst nicht optimistisch. Ich war neugierig und wollte wissen, welche Ausbildung er hat. Er hat Ingenieurwissenschaften studiert, vor acht Monaten sein Studium beendet und ist seitdem arbeitssuchend; auch eine Promotion komme in Frage. Das hat mich wieder überrascht. Mit einem Studium hatte ich nicht gerechnet.
Später hat er nur noch festgestellt, dass Zugfahrten sehr langweilig sein können. Ich sagte, ich sei vorbereitet und deutete auf mein Buch; im Moment lese ich Nick Hornby. Er sah auf das Buch und sagte: “Lesen und Schreiben ist nicht so meine Sache.”
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Jun
10
2010
sm
Morgen geht die WM los! Machst Du auch in einer oder gar mehreren Tippgemeinschaften mit? Bist Du zuversichtlich, mit Deinen Tipps richtig zu liegen? Ich habe jetzt den Weg zum ultimativen Tipp gefunden — Fehler machen ist ausgeschlossen!
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Jan
27
2010
sm
Heute habe ich ein neues Wort gelernt: Ewigkeitslasten.
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Dec
24
2009
sm
Wow. Weihnachten ist da. Ich habe gerade bei Google nach “ndr 2 hamburg” gesucht. Unter dem NDR-Slogan “Das Beste am Norden” habe ich folgendes gefunden.

Suchergebnis bei Google für "ndr 2 hamburg"
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Sep
28
2009
tm
Toll, dass man in Internetforen auch bei komplizierten Fragen immer sofort auf kompetente Experten stößt, die dir auch die technischen Hintergründe des Problems fachgerecht erklären können. Heute: das Forum der “Computerbild”.
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Sep
17
2009
sm
Heute bin ich bei GMX auf eine “Bildergalerie” mit dem Titel “Die alltäglichen Gesicher des Grauens” gestoßen. Sie sollte die schlimmsten Massenmöder der Geschichte zeigen. Ich war auf das Schlimmste gefasst. Zum Glück. Denn nur so konnten mich weder Charles Manson noch Fritz Haarmann wirklich schockieren. Aber dann kam ein Bild, mit dem ich nicht gerechnet hatte….

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Jul
21
2009
sm
“Ich bin Hauptbahnhof” spricht der Typ in der U-Bahn neben mir in sein Telefon.
“I, Robot” schrieb Asimov 1950.
“Sie Montageanleitung” nennt mich der Beipackzettel der Baumarktjalousie, die ich gerade auspackte.
Poesie, alles Poesie.

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Jul
7
2009
sm
Wer hätte gedacht, dass das Nizzabuch so bald Zuwachs bekäme. Doch manchmal kommen die Dinge zu einem, ohne dass man sich bewegen müsste – wie ein Päckchen, dass frei Haus geliefert wird.
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Jan
26
2009
sm
1997 hat der damalige Bundespräsident Roman Herzog in einer vielzitierten Rede gefordert, durch Deutschland müsse ein “Ruck” gehen. Wer sich schon immer gefragt hat, “Was kann ich dafür tun?“, findet hier demnächst die Antworten.
Es ist ja nicht so, dass die Menschen nichts tun möchten. Viele sind bereit, mitzuhelfen, um Dinge zu verbessern. Einzig die Ideen für konkrete, greifbare und umsetzbare Maßnahmen fehlen vielen. Auf der anderen Seite gibt es viele Menschen, die Ideen haben, sie aber nicht selbst realisieren können. Hier ist nun der Platz, an dem sich beide Seiten treffen können.
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